ein Veilchen auf der Wiese stand,
gebückt in sich und unbekannt;
es war ein herzigs Veilchen.
Da kam eine junge Schäferin
mit leichtem Schritt und munterm Sinn
daher, daher,
die Wiese her, und sang.

Ach! denkt das Veilchen, wär’ ich nur
die schönste Blume der Natur,
ach, nur ein kleines Weilchen,
bis mich das Liebchen abgepflückt
und an dem Busen matt gedrückt!
Ach nur, ach nur
ein Viertelstündchen lang!


Fotos: © Dagmar Hiller

Ach! aber ach! das Mädchen kam
und nicht in acht das Veilchen nahm;
ertrat das arme Veilchen.
Es sank und starb und freut’ sich noch:
und sterb’ ich denn, so sterb’ ich doch
durch sie, durch sie,
zu ihren Füßen doch.
Johann Wolfgang von Goethe 1749-1832

Von Dagmar Hiller, 16. April 2014, 17:49 Uhr

manchmal fragt man sich:
wo stehe ich, wohin führt mich mein Weg, wo liegt mein Ziel? Oder, mir fehlen im Moment die Kraft und das Vertrauen …
es gibt eine hilfreiche Übung die ich immer dann mache, wenn ich den Stand meiner Zukunftsvision wissen möchte.

Ich setze mich an meinen Lieblingsplatz, nehme Kopfhörer, damit mich Aussengeräusche nicht ablenken und lasse eine meditative CD sehr leise laufen. Das ist mein Hintergrund den ich mag, um die Schwingung der Liebe in mir zu verstärken. Dabei lasse ich meinen Atem tief und gleichmäßig fliessen. Mit der Zeit habe ich ein Gefühl der Weite, der allumfassenden Liebe in mir. Der Leichtigkeit, des Schwebens …

Ich stelle mir nun vor meinem inneren Auge die Sonne vor … freundlich und liebevoll, leuchtend und wärmend, mit ihrem Strahlen holt sie mich ab.

Dann stelle ich die Frage zum jeweiligen Thema. Stelle nur diese eine Frage in der Meditation. Das Bild verändert sich …

entweder die Sonne steigt auf, sie ist nur als Leuchten zu sehen. Oder sie steht wie am Vormittag in meinem inneren Bild, vielleicht ist sie auch hoch leuchtend, rund und prall wie eine Sonne zur Mittagszeit gesehen wird. Das ist für mich der höchste Punkt.


Fotos: © Dagmar Hiller

Früher Morgen: ich beginne einen Weg. Steht sie hoch über mir dann weiß ich, ich bin am Ziel. So erkenne ich am Stand meiner inneren Sonne, wie weit ich mit meinem Thema bin.

Für mich ist diese Übung sehr hilfreich. Sie gibt mir Kraft und Mut, wenn ich mal in die Unsicherheit gehe.

Von Dagmar Hiller, 10. April 2014, 17:20 Uhr

hast du das auch schon mal erlebt?
Gerade noch ging es dir gut. Du warst zufrieden, fühltest dich wohl, dein Kopf war leer, keine Gedanken vorhanden.

Urplötzlich hast du heftiges Herzklopfen, du erschrickst. Dein Herz hämmert, du fängst an unregelmäßig zu atmen. Dein Hals wird eng und du hast das Gefühl, nicht mehr durchatmen zu können.
Je tiefer du atmen willst, umso weniger geht das. Du beginnst zu schwitzen, wirst panisch. Rennst ans Fenster, reißt es auf und mit weit offenem Mund versuchst du Luft zu holen. Es geht nicht.
Du hast Angst, Angst zu ersticken. Das brauchst du nicht, das weißt du – im Kopf. Du wirst weiter Luft bekommen, auch das weißt du, dein System reagiert von selbst. Doch dein Gefühl reagiert nicht mehr, es ist blockiert. Blockiert durch die Angst.


Fotos: © Dagmar Hiller
Und jetzt beginnt ein Teufelskreis.
Die Angst vor der Angst.
Du wirst beginnen, immer mehr in dich hineinzuhorchen, warten, das ‘es’ wieder beginnt. Du bestellst dir deine  Panikattacke regelrecht. Wirst immer verkrampfter, angespannter.
Gehst immer seltener aus dem Haus weil du Angst hast, die Attacke fällt dich unterwegs an. Du wirst immer verzweifelter. Es ist wie ein Loch in das man fällt, aus dem man kaum mehr heraus findet.

Doch, du kommst heraus. Du kannst das lernen. So, wie man Angst,  Unruhe, Herzrasen, usw. spürt die in einem aufsteigen, genau so kann man Ruhe, innere Weite fühlen, die sich im Körper ausbreitet.

Langsam, Schritt für Schritt geht das. Das heißt, du lernst wieder zu vertrauen. Dir, deiner Wahrnehmung, deinem positiven Gefühl für dich zu vertrauen. Du lernst, dass du das kannst. Beginnst wieder an dich zu glauben.

Und so wie das ‘Tier Panik’ zu dir kam, geht es auch wieder. Und das Kraftpaket Ruhe und Selbstvertrauen wächst in dir. Durch dich, durch dein dir selbst wieder zu vertrauen.

Es ist oft so, dass wir vergessen an uns zu denken. Wir haben keine Zeit für uns, nehmen sie uns nicht. Wir hetzen durchs Leben wie ein gejagtes Tier. Essen nebenher, haben tausend Dinge im Kopf und denken hauptsächlich an die kommenden Tage wie man was am Besten bewältigt. Wir denken nicht an heute, nicht an jetzt. Ruhe gönnen wir uns nur noch im Schlaf. Selbst da träumen wir von dem, was noch zu erledigen wäre. Und der nächste morgen … fast wie verkatert wachen wir auf, das ‘Eimergefühl’ hat uns fest im Griff.

Eine Zeitlang geht das gut. Doch irgendwann fordert die Seele ihr Recht, das Recht der Aufmerksamkeit. Dann meldet sich irgendwann, ohne Vorwarnung das, was ich zu Beginn des Artikels geschrieben habe.

Also, damit es nicht so weit kommt, lieber Mensch, nimm dir Zeit. Zeit für dich und lerne:
Nichts zu tun. Wirklich nichts. Ein wenig kann die der Text vom Eimergefühl dich unterstützen.

Oder, du liest mal in den SonnenStunden, dort lernst du die sanfte Art sich zu begegnen kennen …

Von Dagmar Hiller, 8. April 2014, 16:15 Uhr

das ist meiner Sehnsucht Stunde,
wenn die Sonne still versinkt
und aus weißer Wolken Wunde
rotes Blut der Abend trinkt;
wenn die kühlen Düfte steigen
würziger aus Busch und Beet,
und ein dunkeläugig Schweigen
durch des Gartens Schatten geht.


Foto: © Dagmar Hiller

Sieh, dann liegt in tausend Schmerzen,
von des Tages Speeren wund,
meine Sehnsucht dir am Herzen,
und mein Mund sucht deinen Mund.
In des Traumes Taumelwonne
drück’ ich deine kleine Hand,
die du fern bist, wie die Sonne,
die im Purpur dort verschwand …
Rudolf Presber 1868-1935

Von Dagmar Hiller, 26. März 2014, 12:55 Uhr

wir uns von unseren Träumen leiten lassen?
Dann wird der Erfolg alle unsere Erwartungen übertreffen, so stand es in meinem Kalender …
Vielleicht sollten wir uns öfter von unseren Träumen mitnehmen lassen, es muss ja nicht gleich der grösste Traum sein. An den denkt man vielleicht als Erstes, wenn man an Traumerfüllung denkt.
Aber ist es nicht auch ein Traum wenn ich aus dem Fenster schaue, den strahlend blauen Himmel, die Sonne sehe und ich träume …

ich sitze irgendwo am Wasser oder auf einer Wiese und geniesse die warmen Sonnenstrahlen? Diese Vorstellung lässt sich ganz schnell verwirklichen: indem ich mir den Nachmittag frei nehme und mir den Traum des süssen Nichtstun erfülle.
So beginnt man, sich von Träumen einladen zu lassen,
bzw. ich mache das so.
Und das tut mir gut, unglaublich gut. Es ist für mich ein Stückchen Freiheit, mir den Traum des ‘Seele baumeln lassen’ zu erfüllen. Ich hatte keine Erwartung an ein Erfüllung, garnicht. Ich habe mich einfach von den Sonnenstrahlen inspirieren lassen und habe spontan gehandelt.
Solche Stunden des Müßiggangs helfen mir, wenn mein Leben mal wieder sehr anstrengend ist.
Dann lehne ich mich zurück und erinnere mich:

wie wunderschön es am Bach war … auf dem Rücken liegend, meine Fußsohlen spüren das weiche Gras oder die Beine baumeln im Wasser. Dabei den Wolken beim Wandern zuzuschauen, herrlich. Ich tanke auf, in diesen Momenten des Nachfühlens, das gibt mir viel Kraft den Tag gelassen zu leben. Das ist mein Erfolg des träumens …


Fotos: © Dagmar Hiller

Versuch es doch, träum auch du deinen Traum … ich spüre dich, du hast einen, du erinnerst dich. Fein. Dann lehne dich zurück und träume …
es reichen ein paar Minuten, sie helfen dir tief durchzuatmen und ein Lächeln auf deine Lippen zu zaubern.
Und deine kleine Welt leuchtet wieder in den wunderbarsten Farben …

Von Dagmar Hiller, 23. März 2014, 16:33 Uhr