ein bekannter Moderator startete sein Seminar, indem er einen Scheck über 40 Euro hochhielt. In dem Raum saßen insgesamt 200 Leute.

Er fragte: ‘wer möchte diesen Scheck haben?’ Alle Hände gingen hoch.
Er sagte: ‘ich werde diesen 40 EuroScheck einem von euch geben, aber zuerst lasst mich eins tun … er zerknitterte den Scheck.


Fotos: © Dagmar Hiller

Dann fragte er: ‘möchte ihn immer noch einer haben?’ Die Hände waren immer noch alle oben. Dann sagte er: ‘was ist, wenn ich das hier mache?’ er warf den Scheck auf den Boden und trat ihn mit seinen Schuhen in den schmutzigen Untergrund. Dann hob er ihn auf, den Scheck; er war zerknittert und völlig dreckig!
‘Nun, wer möchte ihn, so schmutzig wie er ist, jetzt noch haben?’ Immer noch waren alle Arme in der Luft.
Darauf sagte er: ‘liebe Freunde, ihr habt soeben eine sehr wertvolle Lektion gelernt. Was auch immer mit dem Scheck geschah, ihr wolltet ihn haben, weil er nie an seinem Wert verloren hat.
Der Scheck war und ist immer noch 40 Euro wert.

Es passiert oft in unserem Leben, dass wir abgestoßen, zu Boden geworfen, zerknittert und in den Dreck geschmissen werden.
Das sind Tatsachen aus dem alltäglichen Leben. Dann fühlen wir uns, als ob wir wertlos wären.

Aber egal was passiert ist oder was passieren wird, DU wirst niemals an Wert verlieren. Schmutzig oder sauber, zerknittert oder fein gebügelt, DU bist immer noch unbezahlbar für all jene, die dich über alles lieben.

Der Wert unseres Lebens wird nicht durch das bewertet, was wir tun oder wen wir kennen, oder wie wir aussehen … sondern dadurch wer Du bist. Du bist etwas besonderes und wertvoll – Vergiss das NIEMALS!

Und denk daran: einfache Leute haben die Arche gebaut …
Fachmänner die Titanic!’
Verfasser unbekannt

Von Dagmar Hiller, 17. April 2015, 18:51 Uhr

irgendwann im Leben erlebt fast jeder einmal den Moment, in dem der Wegweiser Zukunft ins ‘Nichts’ zeigt.
Warst du schon an diesem Punkt oder erlebst du ihn gerade?
Die persönliche Sonne geht unter und nichts ist mehr, wie es vorher war.
Nichts.
Deine vertraute Welt hat sich einfach aufgelöst, wie Nebel in der Wärme.

Ich habe das schon mehrmals erlebt, schon mehrmals neu begonnen. Das Leben und seine Richtung ändern sich.
Nach dem ersten Entsetzen versuchte ich mich immer neu zu orientieren. Denn, mein Leben hörte ja nicht heute auf. Es geht weiter. Auch wenn ich im Moment nicht wusste, wie.

Dann habe ich mir einfach vorgestellt:
mein Leben ist wie meine Hand, die Handfläche, das bin ich. Die fünf Finger, das sind die verschiedenen Richtungen, die ich in meinem Leben gehen kann.
Entweder so:
sie sind verschieden lang, meine Finger. Vergleichbar mit den Wegen, ich ich gehe. Ich entscheide mich für den Zeigefinger. So, wie dieser Finger an der Fingerkuppe aufhört, endet auch der Weg und ich stehe vor dem Nichts. Nun entscheide ich mich wieder für einen neuen Weg. So, wie mein nächster Finger beginnt, den ich mir aussuche.
Oder so:
ich bin ein Stück eines Weges gegangen, eine halbe oder ganze Fingerlänge lang. Nun stelle ich ich fest, das war nicht mein Weg, nicht der richtige. Ich fühlte mich nicht wohl damit. Ich beginne nochmals – der nächste Finger.
Und wenn ich bei einer Hand bleibe, habe ich fünf Finger und fünf verschiedene Möglichkeiten, die ich ausprobieren kann.
Ein Weg wird der richtige Weg sein.


Fotos: © Dagmar Hiller

Mit dieser Denkweise blieb ich in der Ruhe, blieb gelassen. Es war mein Anker, auch wenn es in meinem Leben noch so stürmte. Und noch keine neue Richtung zu erkennen war.
Aber ich hatte Vertrauen, ich werde ihn finden, den neuen Weg …

Vielleicht kann dir meine Idee helfen, deine Hand hast du immer bei dir. Schau sie dir an, wenn du vor einer Entscheidung stehst, welche Richtung wirst du gehen … das gibt dir Kraft und Zuversicht.

Von Dagmar Hiller, 12. April 2015, 11:31 Uhr

der Vogel singt und fragt nicht, wer ihm lauscht;
die Quelle rinnt und fragt nicht, wem sie rauscht;


Foto: © Dagmar Hiller

die Blume blüht und fragt nicht, wer sie pflückt;
oh sorge Herz, daß gleiches Tun dir glückt.
Julius Sturm 1816-1886

Von Dagmar Hiller, 7. April 2015, 19:19 Uhr

zur weißen Gans sprach einst vertraulich eine graue:
“lass uns spazieren geh’n nach jener grünen Aue,
dort tun wir beide uns im jungen Grase gütlich,
denn in Gesellschaft gackt es sich doch gar gemütlich.”


Foto: © Dagmar Hiller

“Nein!”, sprach die weiße Gans, “da muß ich refüsieren,
mit meinesgleichen nur geh’ ich am Tag spazieren;
Vertraulichkeit mit dir gereichte mir zur Schande,
zwar bin ich eine Gans, doch eine Gans von Stande.”
Julius Sturm 1816-1886

Von Dagmar Hiller, 31. März 2015, 22:34 Uhr

eines Tages kamen einige Schüler zu dem alten Zenmeister.

“Meister,” fragten sie, “was tust du, um glücklich und zufrieden zu sein? Wir wären auch gerne so glücklich wie du.”
Der Alte antwortete mit mildem Lächeln: “wenn ich liege, dann liege ich. Wenn ich aufstehe, dann stehe ich auf. Wenn ich gehe, dann gehe ich und wenn ich esse, dann esse ich.”

Die Fragenden schauten etwas betreten in die Runde. Einer platzte heraus: “bitte werter Meister, treibe keinen Spott mit uns. Was du sagst, tun wir auch. Wir schlafen, essen und gehen. Aber wir sind nicht glücklich. Was also, ist dein Geheimnis?”

Es kam die gleiche Antwort: “wenn ich liege, dann liege ich. Wenn ich aufstehe, dann stehe ich auf. Wenn ich gehe, dann gehe ich und wenn ich esse, dann esse ich.”


Foto: © Dagmar Hiller

Die Unruhe und den Unmut seiner Schüler spürend, fügte der Meister nach einer Weile hinzu:
“sicher liegt auch ihr und ihr geht auch und ihr esst. Aber während ihr liegt, denkt ihr schon ans Aufstehen.
Während ihr aufsteht überlegt ihr, wohin ihr geht und während ihr geht fragt ihr euch, was ihr essen werdet.
So sind eure Gedanken ständig woanders und nicht da, wo ihr gerade seid.
In diesem Schnittpunkt zwischen Vergangenheit und Zukunft findet das eigentliche Leben statt.
Lasst euch auf diesen nicht messbaren Augenblick ganz ein und ihr habt die Chance, wirklich glücklich und zufrieden zu sein.”
nach einer wahren Begebenheit

Von Dagmar Hiller, 26. März 2015, 22:46 Uhr