und wird die Welt auch noch so alt,
der Mensch, er bleibt ein Kind!
Zerschlägt sein Spielzeug mit Gewalt,
wie eben Kinder sind!


Foto: © Dagmar Hiller

Wann alles erst in klein zerstückt
und nichts mehr zu verderben,
so sucht er wieder – neubeglückt -
und spielt dann mit den Scherben!
Carl Spitzweg 1808-1885

Von Dagmar Hiller, 20. Juli 2015, 17:59 Uhr

Eine alte Legende erzählt, die Wegwarte wäre eine wunderschöne, verzauberte Prinzessin.

Eines Tages begab sich ihr Liebster, ein junger Ritter, auf einen Kreuzzug nach Jerusalem. Die Prinzessin wurde darüber so unsagbar traurig, dass sie den Wunsch hatte, zu sterben.
Sie weinte tagelang, wochenlang und vergoss viele, viele Tränen.

Doch dann besann sie sich und wollte tapfer auf ihren Ritter warten. Ganz egal, wie viele Jahre ins Land gehen sollten. Denn so traurig sie auch war, so hatte sie doch große Hoffnung auf seine gesunde Wiederkehr. Mit all ihren Kammerzofen hielt die Prinzessin ab jenem Tag am Wegesrand Ausschau nach ihrem Liebsten.


Fotos: © Dagmar Hiller

Schliesslich erbarmte sich der liebe Gott im Himmel dieser traurigen Schar und verwandelte sie alle in wunderschöne Blüten. Die Prinzessin verzauberte er zur weissen Wegwarte und die Zofen wurden zu leuchtend blauen Blüten.
Bis zum heutigen Tage nun warten die Prinzessin und ihre Zofen am Wegesrand  auf seine Rückkehr.

Sie schauen frühmorgens schon ab vier Uhr nach Osten, zur aufgehenden Sonne. Bis etwa elf Uhr vormittags drehen sie ihre Blütenköpfchen, immer mit dem Lauf der Sonne.

Doch sobald die Sonnenstrahlen sie nicht mehr berühren, falten sie ihre Blüten zusammen und lassen die Köpfchen bis zum nächsten Morgen traurig hängen. Um sich dann mit der aufgehenden Sonne erneut zu öffnen, in leuchtendem Blau oder strahlendem Weiß.

Aus dem ‘sich der Sonne zuwenden’ sind auch die Volksnamen Sonnenwende, Sonnenwirbel oder Sonnenbraut entstanden.

Von Dagmar Hiller, 16. Juli 2015, 14:21 Uhr

als Kaffee noch unbezahlbar war, wurde aus den gerösteten Wurzeln der Wegwarte der Zichorienkaffee, auch ‘Muckefuck’ genannt, herstellt. Kaffeewurzel wurde die Wegwarte auch genannt.

Sie hat hat eine entgiftende, anregende und stärkende Wirkung auf Leber und Galle. Sorgt für einen klaren Kopf und schärft den Blick für das Wesentliche. Schon im Mittelalter war die Heilkraft der Wegwarte bekannt, wurde sie doch bei Melancholie oder zur Reinigung der Seele und des Körpers empfohlen.


Fotos & Text: © Dagmar Hiller

Die Blüte der Wegwarte hat einen kaum wahrnehmbaren Duft. Ihr Geschmack jedoch ist sehr bitter, worauf auch ihre belebende Wirkung beruht. Ihre Heilkraft ist bei Sonnenschein am größten, um die Mittagszeit sollte man sie ernten.

Diesem starren Kraut mit den unglaublich zarten Blüten sagt man auch ungeahnt magische Kräfte nach. So soll man sie gebrauchen, um jedes Hindernis im Leben zu überwinden.

In der zarten Blütenfarbe offenbart sich der Einfluss der Venus, Saturn zeigt sich in der Zähigkeit dieser Pflanze, die auf alles Überflüssige verzichtet.

Die Indianer Nordamerikas sagen bis heute: der Weg des Herzens und der Seele ist blau, wie eine blaue Blume, wie die Wegwarte.

Von Dagmar Hiller, 14. Juli 2015, 23:19 Uhr

um der Zukunft zu gehören, muss man die Vergangenheit akzeptieren.


Foto: © Dagmar Hiller

Man hat immer nur den Augenblick!
Franz. Sprichwort

Von Dagmar Hiller, 8. Juli 2015, 15:02 Uhr

den mir ein Freund an einem Rabenschwarzen Tag zur Aufmunterung mal gesagt hat. “Das Leben ist: hinfallen, aufstehen, Krönchen richten, weitergehen!” Ich musste lachen und schon … war ein bisschen Licht im Dunkel.


Foto & Text: © Dagmar Hiller

Ein Satz der Mut machen kann, auch wenn er sich so lustig und nicht wirklich ernsthaft anhört.
Aus eigener, wie auch aus den Erfahrungen anderer Menschen weiß ich: es gibt für alles eine Lösung, auch wenn es im Moment so überhaupt nicht  danach aussieht. Also bitte nicht den Mut verlieren, nach vorne schauen und Zuversicht haben.

Wie heißt es doch: hinfallen, aufstehen, Krönchen richten, weitergehen.
Ich füge noch hinzu: “alles geht, wenn man vertraut. Man muss nur wollen!”

Von Dagmar Hiller, 4. Juli 2015, 14:55 Uhr