will ich dir angehören,
das will ich dir mit heiligem Eid
bei deinen Küssen schwören!
Ludwig Ganghofer 1855-1920


Foto © Dagmar Hiller

weil ich jedem Menschen HerzensFrühling wünsche,
der schönste Satz in allen Sprachen …

Afghanisch: ma tura dost darram
Afrikaans: Ek het jou Lief
Albanisch: Te dua
Arabisch: Ohibok
Aramäisch: Ono korohamnach
Bangladeschi: Ami tomake walobashi
Baskisch: Maite zaitut
Bosnisch: Volim te
Bulgarisch: Obicham te (Oбичам те)
Kantonesisch: Ngo oi ney
Mandarin: Wo ai ni
Dänisch: Jeg elsker dig
Englisch: I love you
Esperanto: Mi amas vin
Finnisch: Rakastan sinua
Französisch: Je t’aime
Griechisch: S’ayapo
Hausa: Inna sonka
Hawaiianisch: Alo ha wau ia ‘oe
Holländisch: Ik hou van jou
Indisch: My tumse pyaar kartha hun
Irisch: Taim ingra leat
Inuktitut: Nagligivget
Isländisch: Eg elska thig
Italienisch: Ti amo
Japanisch: Ai shite imasu
Kreolisch: Mi aime a ou
Kroatisch: Volim te
Kurdisch: Ez te hezdikhem
Latein: Te amo
Lettisch: Es tevi milu
Libanesisch: Behibak
Luxemburgisch: ech hun Dech gär
Marokkanisch: Kanbhik
Mazedonisch: Te ljubam
Maltesisch: Jien inhobbok
Neplesisch: Ma tapaiilaii maya gartschu
Norwegisch: Jeg elsker deg
Persisch (Farsi): Man tora dust daram
Philippinisch (Tagalog): Mahal kita
Polnisch: Kocham Cie
Portugiesisch: Te amo
Raetoromanisch: Jeu carezel Tei
Rumänisch: Te iubesc
Russisch: Ya lyublyu tebya
Schwedisch: Jag älskar dig
Schweizerdeutsch: i lieb di
Serbisch: Volim te
Singhalesisch: Mama oyata arderyi
Slowakisch: Lubim ta
Slowenisch: Ljubim te
Spanisch: Te quiero (i n Latainamerika aber Te Amo)
Suaheli: Nakupenda
Thailändisch: chan raak thoe (sagt sie zu ihm) oder phom raak thoe (sagt er zu ihr)
Tschechisch: Miluji te
Tunesisch: Nhebek
Türkisch: Seni Seviyorum
Ukrainisch: Ya tebe kokhayu
Ungarisch: Szeretlek
Vietnamesich: Toi yeu em
Zulu: Ngiyakuthanda
Quelle: Mr. Google

18. Mai 2016, 18:21 Uhr

ich fragte dich, warum dein Auge gern
in meinem Auge ruht,
so wie ein reiner Himmelsstern
in einer dunklen Flut.


Foto © Dagmar Hiller

Du sahest lang mich an,
wie man ein Kind mit Blicken misst,
und sagtest freundlich dann:
ich bin dir gut, weil du so traurig bist.
Hermann Hesse 1877-1962

15. Mai 2016, 22:33 Uhr

manchmal sagt mir ein müder Mensch während einer Behandlung: ‘ich kann mich einfach nicht mehr freuen, ich weiß garnicht mehr wer ich bin.’ Dann gebe ich ihm einen Spiegel und sage: ‘schauen Sie sich bitte mal ganz bewusst an, schauen Sie ganz genau hin, was sehen Sie?
Ist der Mensch von früher noch zu erkennen? Haben Sie ihn womöglich verloren … in der Hektik der Zeit, mit den Pflichten Ihres Lebens? Sie werden ihn wiederfinden, haben Sie Vertrauen, glauben Sie an sich und nehmen Sie sich Ihre Zeit …

Sich selbst bewusst sein, sich achten und respektvoll mit sich umgehen, wer macht das schon! Wer nimmt sich schon die Zeit …

Beginnt die Pubertät, schaut man noch genau in den Spiegel, erkennt noch den winzigsten Pickel, findet sich hübsch-hässlich, die Augen zu klein-gross, die Nase zu lang-dick, ach man findet alles mögliche, weil … man schaut genau hin – äusserlich.

Wird man älter und kommt ins Disco-Fieber, übt man vor dem Spiegel Posen: wie wirkt man wenn man lächelt, sinnlich guckt! Augenaufschläge werden geübt, wie sieht man aus mit dieser oder jener Frisur, dreht und wendet sich um einen Blick vom Profil zu erhaschen … kurz, man schaut genau hin – äusserlich.
Im Laufe der Zeit wird der Blick in den Spiegel eher zweckmässig. Zähne putzen, schminken oder rasieren, Haare kämmen, man schaut nicht mehr so genau hin … es fehlt die Zeit.


Text & Fotos © Dagmar Hiller

Kommt man in den Herbst des Lebens, schaut man wieder genauer hin, erkennt sich kaum noch. Aber nicht wegen irgendwelcher Falten … als nachdenklicher Mensch fragt man sich dann: ‘wo bin ich geblieben, wer bin ich geworden?’ Das Gesicht im Spiegel ist vielleicht geprägt von Enttäuschungen, von nicht erfüllten Träumen, von Resignation. Doch man erinnert sich und fragt: ‘wo ist das Glitzern in den Augen geblieben, wo das hübsche Lächeln, wo die Begeisterung am Dasein, wo die Neugier auf Leben?’ Der Spiegel zeigt ein fremdes Gesicht, von der Zeit geprägt – innerlich.
Dann sage ich: ‘nichts ist verloren, es ist alles noch da, man muss es nur wieder erwecken!’ Jeder kann das, wirklich jeder.

Es hat mit positiven Denken zu tun. Mit Glauben und Vertrauen an und in sich selbst. Mit zuversichtlichen Gedanken, mit Freude und Begeisterung für jeden Tag. Nichts ist so schlecht, als dass man nicht auch ein kleines bisschen Gutes darin findet.

10. Mai 2016, 17:53 Uhr

sie braucht einen Platz, auf dem sie steht;
sie braucht einen Freund, der mit ihr geht.

Sie braucht ein Tun, das sie täglich erfreut;
sie braucht die Stille, Besinnlichkeit.

Sie braucht Musik, die empor sie hebt,
sie braucht Freude, solang’ sie hier lebt.

Sie braucht den Fortschritt, das Wachstum, den Geist;
sie braucht ein Lied, das Vollkommenheit heißt.


Fotos © Dagmar Hiller

Sie braucht der Liebe wärmendes Kleid;
sie braucht den Friede, die Heiterkeit.

Sie braucht eine Zeit, die dem Schöpfer sie weiht;
zum Horchen und Ahnen der Ewigkeit.
unbekannt

24. April 2016, 12:55 Uhr

die Intelligenz der Vögel begeistert mich, schon immer. Ich hatte, wo immer ich auch wohnte, das Glück der Möglichkeit, ein oder mehrere Vogelfütterstellen anzubringen. Wie auch hier, der Zwischenstation nach der letzten Eigenbedarfskündigung. Wenn meine frustrierte Vermieterin nicht geade wieder mit Händen, Tüchern oder Sonstigem wedelnd auf ihrem Balkon steht um die Vögel zu verscheuchen, kann ich sie auch hier beobachten.

So entstehen auch die wunderschönen Nahaufnahmen, die ich mit dem Teleobjektiv mache. Manche der Meisen, das ist der Hauptanteil meiner Besucher, sind schon fast zutraulich. Sie bleiben sitzen und beobachten mich, wenn ich mich ihnen langsam nähere. Und picken dann weiter, wenn sie mich erkannt haben. Manchmal bin ich so nahe, dass ich die Federchen zählen kann.

Seit etwa einem Monat bekomme ich Besuch von einem Buntspecht. Ein junges Männchen, die schwarze Haube hat noch kleine rote Flecken. Er hat das mit Erdnüssen gefüllte Futterhaus entdeckt.


Text & Fotos © Dagmar Hiller

Ab dem Moment hatte ich ihn mehrmals täglich als Dauergast. Bis zum letzten Sonntag. Das Futterhaus war leer, ich wollte es wieder füllen. Nicht mehr möglich, der Specht hat es kaputt getackert! Er hat das Drahtgeflecht Lötstelle für Lötstelle ganz systematisch aufgehackt. Erst die hinteren Teile, sodass sie nach innen abstanden. Dann hat er die Querdrähte auseinandergebogen, so konnte er sich die ganze Erdnuss herausholen und ist damit davon geflogen.
Was für ein intelligenter Vogel, fast, als könnte er kombinieren …

In der letzen Woche hat er sich dann ein Loch in das morsche Holzgeländer des Balkons gehackt. Dort hat er die Erdnuss hineingesteckt anschliessend nach Spechtart, wieder herausgehackt und verspeist.

Nun … das Häuschen lässt sich nicht mehr füllen, die Löcher sind zu gross, alle eingefüllten Erdnüsse fallen wieder heraus. Und zurückbiegen lässt es sich nicht.
Ich habe Kontakt mit der Firma, bei der ich das Haus gekauft hatte, aufgenommen, um eine Lösung gebeten. Das Futterhaus, als stabil beschrieben, sollte auch einem Spechtschnabel standhalten. Es wird ja für alle Vögel angeboten.

Gestern war der schöne Specht wieder da, wollte sich leckere Erdnüsschen holen. Doch er kam nicht allein … er brachte seine Partnerin mit. Zwei Spechte so nahe, das habe ich noch nie gesehen.
Leider war die Kamera nicht in Reichweite …

21. April 2016, 11:21 Uhr