eines Tages kamen einige Schüler zu dem alten Zenmeister.

“Meister,” fragten sie, “was tust du, um glücklich und zufrieden zu sein? Wir wären auch gerne so glücklich wie du.”
Der Alte antwortete mit mildem Lächeln: “wenn ich liege, dann liege ich. Wenn ich aufstehe, dann stehe ich auf. Wenn ich gehe, dann gehe ich und wenn ich esse, dann esse ich.”

Die Fragenden schauten etwas betreten in die Runde. Einer platzte heraus: “bitte werter Meister, treibe keinen Spott mit uns. Was du sagst, tun wir auch. Wir schlafen, essen und gehen. Aber wir sind nicht glücklich. Was also, ist dein Geheimnis?”

Es kam die gleiche Antwort: “wenn ich liege, dann liege ich. Wenn ich aufstehe, dann stehe ich auf. Wenn ich gehe, dann gehe ich und wenn ich esse, dann esse ich.”


Foto: © Dagmar Hiller

Die Unruhe und den Unmut seiner Schüler spürend, fügte der Meister nach einer Weile hinzu:
“sicher liegt auch ihr und ihr geht auch und ihr esst. Aber während ihr liegt, denkt ihr schon ans Aufstehen.
Während ihr aufsteht überlegt ihr, wohin ihr geht und während ihr geht fragt ihr euch, was ihr essen werdet.
So sind eure Gedanken ständig woanders und nicht da, wo ihr gerade seid.
In diesem Schnittpunkt zwischen Vergangenheit und Zukunft findet das eigentliche Leben statt.
Lasst euch auf diesen nicht messbaren Augenblick ganz ein und ihr habt die Chance, wirklich glücklich und zufrieden zu sein.”
nach einer wahren Begebenheit

Von Dagmar Hiller, 26. März 2015, 22:46 Uhr

Der verständnisvolle Umgang mit der eigenen Empfindsamkeit,
ein Gespür für seine Intuition bekommen und das Vertrauen finden, sich von ihr leiten zu lassen.

Mit meditativen Übungen, Tipps und Austausch der eigenen Erfahrungen wollen wir versuchen, der uns eigenen Empfindsamkeit Raum zu geben.
Viele HSP’s neigen dazu, sich sehr stark anzupassen. Obwohl sie spüren, das sie dadurch ihre Persönlichkeit verleugnen.
Die Angst ist groß, lächerlich zu wirken, ausgegrenzt und abgelehnt zu werden, wenn sie sich zu ihrer Sensibilität bekennen.

HSP’s möchten nicht auffallen und so halten sie sich lieber sich still im Hintergrund, empfinden ihre intensive Wahrnehmung oft als störend.
Doch unsere Zeit braucht diese Hochsensiblen Persönlichkeiten. Denn sie sind es, die Ruhe ausstrahlen und vermitteln, die Frieden in die Herzen anderer Menschen fliessen lassen. Die ausgleichen können und beschwichtigen, wenn Aggressivität im Vordergrund steht. Die durch ihre besonderen Gaben Spannungen schon im Vorfeld die Kraft nehmen.

Durch ihre hohe Sensibilität können sie viel bei anderen Menschen spüren. Sie können sich in diese hineinversetzen und wissen Ereignisse oft im Voraus.
Da ihnen aber oft der Mut zum Eingreifen fehlt, nimmt das Geschehen seinen Lauf. Obwohl sie mit ihrem Wissen viel Positives hätte bewirken können, bleiben sie aus Vorsicht und Unsicherheit doch lieber still.
Richtig und rechtzeitig zu reagieren, das üben wir im Seminar. Das gibt Ihnen die Kraft, bei der nächsten Gelegenheit richtig zu handeln.

Lassen Sie sich inspirieren und erfahren Sie, wie wunderbar bereichernd das Leben als HSP sein kann.
Anmeldung und KostenBeitrag

Von Dagmar Hiller, 22. März 2015, 22:27 Uhr

in dem wundervollen Buch ‘das weise Herz’ von Jack Kornfield, habe ich eine ganz besondere Geschichte gelesen, von der ich hier kurz erzählen möchte.

Als es in ihrer Klasse einmal besonders heftig zuging, hatte eine Lehrerin an einer Schule in den USA eine tolle Idee. Sie sagte zu ihren Schülern, sie sollten jetzt alles liegenlassen und zu ihr an die Tafel schauen. Dann schrieb sie dort den Namen jedes einzelnen Schülers auf.

Sie ließ ihre Schüler dann alle Namen abschreiben. Neben jedem einzelnen Namen sollten sie nun notieren, was ihnen an diesem Mitschüler besonders gut gefiel, was sie an ihm bewunderten oder was sie sonst positives an ihm fanden. Dann sammelte sie die Blätter ein.

Kurz vor den Ferien war wieder ein besonders schwieriger Tag. Sie bat die Klasse alles sein zu lassen, was sie gerade machten. Dann gab sie jedem Schüler das Blatt, auf dem sein Name als Überschrift stand. Darunter hatte sie alle Worte, die die anderen der Klasse von ihm oder ihr aufgeschrieben hatten, notiert. Die Schüler waren sehr berührt, dass  so viel schöne und gute Eigenschaften an ihnen entdeckt wurden.

Drei Jahre später bekam diese Lehrerin eine traurigen Nachricht. Einer der Schüler, Robert, war im Golfkrieg gefallen. Bei der Beerdigung sprachen einige von seinen früheren Klassenkameraden einen kurzen Nachruf. Als der Gottesdienst zu Ende war, kam Roberts Mutter auf die Lehrerin zu. Sie gab ihr zerlesenes Blatt Papier, das offensichtlich sehr oft auseinander- und wieder zusammengefaltet worden war. ‘Dieses Blatt Papier war eines der wenigen Dinge die man bei Robert fand, als er vom Militär geborgen wurde’, sagte die Mutter.
Es war das Blatt, auf dem die Lehrerin jene positiven Eigenschaften notiert hatte, die seine Mitschüler Robert zugeordnet hatten.

Als sie es las, kamen ihr die Tränen. Das Mädchen das neben ihr stand, lächelte ihr zu und zeigte ihr ihr eigenes Blatt Papier. Sie sagte das sie dieses Blatt immer bei sich hatte und als Aufmunterung las, wenn es ihr nicht gut ginge. Ein anderer Schüler erklärte, sein Blatt hänge wie ein Bild gerahmt bei ihm in der Küche. Und wieder ein anderes Mädchen erzählte, dass das Blatt bei ihrer Hochzeitsfeier vorgelesen wurde.
Das gute und stolze Gefühl das man hat, wenn man positiv von anderen gesehen wird, das hatte diese Lehrerin mit ihrer Idee ausgelöst und die Herzen ihrer Schüler wurden dadurch tief berührt.


Fotos: © Dagmar Hiller

Diese Idee als Inspiration aufzugreifen um Menschen zu verbinden und ein Miteinander zu festigen, ist das nicht eine schöne Vorstellung? Überall da wo Menschen zusammenkommen, wo man sich gut kennt, wäre so eine Liste der guten Eigenschaften möglich.
Ob im Freundeskreis oder in Berufsgruppen, warum nicht einfach mal diese Idee ausprobieren. Ich glaube, eine Anerkennung auf diese Weise stärkt das Selbstwertgefühl, gibt neue Kraft und ist ein Anker in schwierigen Zeiten!

Von Dagmar Hiller, 26. Februar 2015, 18:29 Uhr

ist ganz einfach.
Wenn man den Wunsch zu innerer Ruhe, zum Stillwerden und zum ‘ganz bei sich sein’ verspürt, dann gibt es viele Wege. Den hier beschriebenen finde ich persönlich am Schönsten und Wirksamsten.

Ziehe dich zurück, such dir ein ruhiges Plätzchen wo du nicht gestört wirst und setze dich bequem hin.
Schliesse deine Augen, lasse deinen Atem fliessen. Kühle Luft über die Nase einatmen, bis tief in den Bauch, die angewärmte Luft über die Nase ausatmen. Spüre, wie du über diese Atmung ruhiger wirst. Mit deiner inneren Wahrnehmung stelle dir nun vor wie der Weg zu dir, zu deinem ICH aussieht. Ist er ganz gerade oder sanft geschwungen – ist er eben oder hat er eine sanfte Steigung – geht er steinig, aber zu erwandern nach oben oder ist er felsig, schroff und fast nicht bezwingbar?


Fotos: © Dagmar Hiller

So unendlich viele Möglichkeiten, finde die deine …
mein Rat – bleibe ehrlich zu dir selbst, nimm den Weg zu dir wie du bist, nicht den, wie du dich gerne siehst oder darstellst.
Es ist ja nichts Falsches daran, so bist du geworden im Laufe deiner Lebenszeit. Nur, nun stört dein Weg dich ein wenig, du hättest ihn gerne anders. Geschmeidiger, lieblicher, kurzum, für dich ertragbarer und einfacher zu finden, den Zugang zur Herzenskammer in deinem Seelenhaus.
Es ist wie mit einem Rezept. Bevor du beginnst stellst du erstmal die Zutaten zusammen. Es sind nicht viele:
du brauchst zuerst einmal Zeit. Zeit, nur für dich. Dann ist viel Geduld mit dir selbst notwendig. Etwas Verständnis für dein ‘so bin ich’ könntest du auch noch hinzufügen. Und ein grosser Löffel Selbstvertrauen schadet ganz sicher nicht. Eine kräftige Messerspitze Egoismus würzt das Ganze.
Anschliessend solltest du diese Zutaten langsam und ganz behutsam auf kleiner Flamme köcheln lassen. Geht alles zu schnell und kocht es zu stark, verlierst du die Kontrolle und kippst den Inhalt in die nächste Ecke.
Nichts ist gewonnen, keine Erkenntnis, keine Leichtigkeit, keine Form des Glücks. Nichts – nur Enttäuschung.

Langsamkeit ist das Geheimnis des Glücks! Der Zugang zu dir und deiner inneren Freiheit gelingt am Besten mit Achtsamkeit, Gelassenheit und Loslassen des Alltags, auf deiner Reise zum ICH.

Von Dagmar Hiller, 22. Februar 2015, 23:21 Uhr

auf dem Wege zum Licht lasset keinen zurück.
Führt jeden mit euch, der vergessen vom Glück.
Dem die Ampel verlosch, dem die Glut nie gebrannt,
das Kind, das den leitenden Stern nie gekannt.


Fotos: © Dagmar Hiller

Sie taumeln in Nacht und Verlassenheit -
ihr begnadeten Pilger der Ewigkeit,
führt alle mit euch in Liebe und Pflicht.
Lasset keinen zurück auf dem Wege zum Licht!
Peter Rosegger 1843-1918

Von Dagmar Hiller, 18. Februar 2015, 17:03 Uhr