wahre Liebe kann ja alles,
kann den hohen Himmel stürmen,
und die Sterne niederreißen,
kann im Tal Gebirge türmen.


Foto: © Dagmar Hiller

Sie kann Todeswunden schlagen,
sie kann Todeswunden heilen;
aber niemals wird sie lernen:
was sie liebt mit andern teilen.
Emil Claar 1842-1930

Von Dagmar Hiller, 13. September 2014, 17:57 Uhr

mit kleinen Ritualen der Freundlichkeit sollte man seine Mitmenschen beglücken, hörte ich neulich in einer Radiosendung.
Das, finde ich, ist eine schöne Idee. Doch wieso nicht bei sich den Anfang machen, ein jeder hat doch eine kleine Aufmerksamkeit verdient.
Und wenn man bei sich selbst beginnt, schenkt man sich schon frühmorgens ein Lächeln, der Seele Freundlichkeit und dem Tag die gute Laune!


Fotos: © Dagmar Hiller

Vielleicht könnte man mit sich ein kleines Frühstück zelebrieren, wenn man sonst im Vorbeirennen nur einen Schluck Kaffee nimmt und dann aus dem Haus stürzt.
Da könnte man ja am Abend schon alles vorbereiten. Setzt sich am kommenden Morgen an den Tisch und geniesst sein Frühstücksgetränk mal nicht im Stehen, sondern im Sitzen.
Ja, geniessen!
Schluck für Schluck, ganz langsam und bewusst. Auf der Zunge zergehen lassen, spüren wie es die Kehle hinunterrinnt, wie es im Magen ankommt und sich das Wohlfühlen ausbreitet.
Hört sich das nicht fantastisch an? Ein kleines Ritual der Freundlchkeit für sich und seinen Magen!
Kaffee oder Tee schmecken sicher so noch viel besser und der Tag beginnt viel entspannter.

Und dann, unterwegs, am nächsten Blumenladen anhalten, zwei Blümchen kaufen und zum Job gehen.
Eins der Blümchen für den eigenen Schreibtisch und das andere … einer  Kollegin oder einem Kollegen schenken.
Einfach so, ohne Worte und mit einem netten Lächeln überreichen, als ein kleines Ritual der Freundlichkeit.

Zuerst kommt ein überraschtes Schauen und dann … geht in diesem Menschen die Sonne auf :-D
Ich wünsche einen wunderbaren Tag!

Von Dagmar Hiller, 9. September 2014, 15:48 Uhr

ist die Zeit, in der man seiner Seele besonders nahe ist. Der Moment, wo man noch warm und weich vom Schlaf, etwas wach aber nicht mehr müde ist. Der Moment, in dem man sich Kraft für seinen ganzen Tag abholen kann. Ich geniesse diese Minuten sehr, fühle mich fast schwebend und wie in einer anderen Welt.


Fotos: © Dagmar Hiller

Ich bin dazu übergegangen, immer nur noch für den gleichen Tag zu bitten. Was macht es für einen Sinn, wenn ich weit voraus erbitte …
nein, immer nur für den Tag, an dem ICH BIN.

Einfach mal ausprobieren, man fühlt sich wunderbar! Kraftvoll, fröhlich und der Moment, in dem sich die Mundwinkel nach oben bewegen und ein leises Lächeln die Lippen umspielt … so schön!

Ganz entspannt liege ich auf dem Rücken, die linke Hand auf dem Solarplex, sehr sanft, ganz behutsam, meine Augen sind geschlossen, der rechte Arm locker an meinem Körper und dann wünsche ich mir:

KRAFT!
Kraft, allem Geschehen des heutigen Tages mit Gelassenheit zu begegnen. Den unangenehmen Dingen ein Lächeln zu schenken, es nimmt den Situationen die Schärfe. Dann bitte ich, dass mein fröhliches Lachen mich den ganzen Tag begleitet …

Und am Abend, bevor ich einschlafe, das Gleiche: die linke Hand auf dem Solarplex, die rechte entspannt am Körper, und dann sage ich aus vollem Herzen einfach nur: Danke!

Von Dagmar Hiller, 4. September 2014, 17:36 Uhr

es war einmal im alten Japan, da lebten ein alter Bambusschneider und seine Frau am Fuße eines Berges. Sie hatten keine Kinder, aber eines Tages fand der alte Bambusschneider einen Bambus mit einem mysteriösen Licht. Er schnitt ihn ab. Im inneren des Stammes sah er ein liebliches kleines weibliches Baby. Der Bambusschneider und seine Frau dankten den Göttern für ihr großzügiges Geschenk und nannten ihr neues Baby Kaguya-hime.


Fotos: © Dagmar Hiller

Nachdem Kaguya erwachsen war, wurde sie die schönste aller Frauen im Bergdorf. Viele junge Männer wollten sie heiraten. Sie kamen zum Haus des Bambusschneiders und versuchten, sie zu sehen. Eines Tages bat sie ihr Vater, einen dieser jungen Männer zu wählen und zu heiraten. Ihre Antwort war: ‘Stiefvater, eines Tages werde ich zurück zum Mond gehen, aber wenn dies dein Wunsch ist, so werde ich ihn erfüllen.’ So wartete sie ab, welche ihrer Freier das längste Durchhaltevermögen hatten.

Als nur noch fünf Männer draußen standen, bat sie sie herein. Sie erteilte jedem eine Aufgabe und der, der die Aufgabe löste, sollte sie heiraten.

Der erste Mann, Ischi Zukuri, kam herein. Ischi Zukuri sagte: ‘ich würde alles tun, um dich zu heiraten, Kaguya.’ So erteilte sie ihm seine Aufgabe. Er musste die Schale des Buddha finden. Er kletterte auf Berge und stieg in Täler herab und fragte alle Leute nach der Schale. Aber keiner konnte ihm Auskunft geben. Schließlich gab er auf. Er kehrte jedoch nicht zu Kaguyas Haus zurück, das verbot ihm sein Stolz.

Der nächste Freier kam herein. Sein Name war Kuro Mochi. Seine Aufgabe war es, den goldenen Zweig eines geheiligten Baumes zu finden. Von ihm wurde erzählt, dass Juwelen an diesem Zweig hängen würden. So begann Kuro Mochi seine Reise. Er kam jedoch niemals zurück, da die Geschichte vom goldenen Ast nur eine Legende war.

Otomo sollte das Drachenjuwel finden. Es war ein Juwel, das in einer Drachenstirn steckte. Der einzige Weg, es zu bekommen, war, den Drachen zu töten. Otomo war ein großer Krieger. Aber als er den Drachen tötete, fiel dieser auf ihn und zerquetschte ihn.

Abenomiyushi sollte das Fell der berühmten Feuerratte bekommen, aber die Ratte trickste ihn aus und Abenomiyushi verließ beschämt das Land.

Der letzte war Iso No Kami Nomarotari. Er sollte den Talisman der Leichten Geburt finden. Er kletterte dafür auf die Berge und eines Tages stürzte er von einer Klippe.

Eines Nachts beobachteten der alte Bambusschneider und seine Frau, wie ihre Tochter weinte, während sie den Mond anstarrte. Die weinende Prinzessin sagte: ‘oh Vater, du wusstest immer, dass ich kein gewöhnliches Kind bin. Bevor du mich fandest, lebte ich auf dem Mond. Dann tat ich etwas, was ich nicht hätte tun sollen und sie sandten mich zur Erde, um mich zu bestrafen und dich für deine harte Arbeit zu belohnen. Aber nun ist die Zeit der Rückkehr für mich gekommen. Beim nächsten Vollmond werde ich dich verlassen.’

Das wäre am fünfzehnten August der Fall. Der alte Mann wollte seine einzige Tochter nicht verlieren. So standen, als der besagte Tag gekommen war, Samurais mit Pfeil und Bogen auf beiden Dächern und im Garten, um zu verhindern, dass die Prinzessin die Erde verließ. Der Himmel wurde so hell, als wäre es Mittag und ein leuchtender Wagen schwebte zum Haus des alten Bambusschneiders. Durch dieses ungewöhnlich helle Licht wurden die Samurais vorübergehend geblendet.

Die Prinzessin kehrte auf den Mond zurück, nachdem sie ihren Eltern dafür gedankt hatte, dass sie sie mit Liebe und Respekt groß gezogen hatten.

Von Dagmar Hiller, 2. September 2014, 23:45 Uhr

um nachzudenken,
es ist die Quelle der Kraft.

Nimm dir Zeit, um zu spielen,
es ist das Geheimnis der Jugend.

Nimm dir Zeit, um zu lesen,
es ist die Grundlage des Wissens.

Nimm dir Zeit, um freundlich zu sein,
es ist das Tor zum Glück.


Fotos: © Dagmar Hiller

Nimm dir Zeit, um zu träumen,
es ist der Weg zu den Sternen.

Nimm dir Zeit, um zu lieben,
es ist die wahre Lebensfreude.

Nimm dir Zeit, um froh zu sein,
es ist die Musik der Seele.
Irischer Segenswunsch

Von Dagmar Hiller, 29. August 2014, 18:39 Uhr