die Tiere diskutierten einmal über Weihnachten.
Sie stritten, was wohl das Wichtigste an Weihnachten sei. “Na klar, Gänsebraten”, sagte der Fuchs, “was wäre Weihnachten ohne Gänsebraten?!”
“Schnee”, sagte der Eisbär, “viel Schnee!” Und er schwärmte verzückt: “weiße Weihnachten!”

Das Reh sagte: “ich brauche aber einen Tannenbaum, sonst kann ich Weihnachten nicht feiern.”
“Aber nicht so viele Kerzen,” heulte die Eule, “schön schummrig und gemütlich muss es sein, Stimmung ist die Hauptsache.”
“Aber meine neuen Kleider muss man sehen,” sagte der Pfau, “wenn ich kein neues Kleid kriege, ist für mich kein Weihnachten!”
“Und Schmuck!,” krächzte die Elster, “jedes Weihnachtsfest kriege ich was: einen Ring, ein Armband, eine Brosche oder eine Kette, das ist für mich das allerschönste an Weihnachten.”
“Na, aber bitte den Stollen nicht vergessen,” brummt der Bär, das ist doch die Hauptsache. Wenn es den nicht gibt und all die süßen Sachen, verzichte ich auf Weihnachten.”
“Machs wie ich,” sagte der Dachs, “pennen, pennen, das ist das Wahre. Weihnachten heißt für mich: mal richtig pennen!”
“Und saufen,” ergänzte der Ochse, mal richtig einen saufen und dann pennen,
… aber dann schrie der Ochse: “AUA,” denn der Esel hatte ihm einen gewaltigen Tritt versetzt:


Fotos © Dagmar Hiller

“du Ochse, denkst Du denn nicht an das Kind?” Da senkte der Ochse beschämt den Kopf und sagte:
“das Kind, ja das Kind, das ist doch die Hauptsache! Übrigens,” fragte er dann den Esel: “wissen das die Menschen eigentlich noch?”
Autor unbekannt

4. Dezember 2016, 11:57 Uhr

das “ruhe in dir selbst” zu leben, ist nicht ganz einfach.
Schwierigkeiten des Lebens und viele Steine, die man sich oft selbst in den Weg legt, behindern ein Vorwärtskommen.
Im Nachhinein betrachtet, kann man verstehen und akzeptieren. Doch im gelebten Moment ist man voller Widerstände und besteht auf den vermeintlichen Angriffen von aussen, auf die der eigenen Person. Man sieht in jedem hilfreichen Menschen, der es aufgrund seiner Erfahrungen oftmals besser weiß und unterstützen kann den Feind lauern, der nur darauf wartet, anzugreifen.
Oft ist man der Verzweiflung näher, als der Zuversicht.
Die Erwartungshaltung an sich selbst ist extrem hoch und man verzeiht sich nicht die kleinsten Fehler.


Fotos & Text © Dagmar Hiller

Dieser Weg zu sich braucht Zeit, Zeit die man glaubt nicht zu haben. Er sollte schnell gehen, dieser Weg zum Ich, man tut ja schließlich auch einiges dafür. Meditieren zum Beispiel oder man besucht immer wieder neue Seminare, macht Ausbildungen aller Art, doch wenig geschieht. Alles ist hilfreich und schenkt einem einen grossen Wissensschatz, aber wirkliche Veränderung ist meist im nur im Moment zu spüren. Hat einen der Alltag wieder, verblasst das Gelernte, die Leere kommt und man stürzt ins Bodenlose “alles umsonst Gefühl”.

Doch so, wie aus einem Samenkorn in vielen Jahren des Wachstums ein Baum wird, so wird aus dem Gedanken Bereitschaft zur Veränderung auch die Geduld zur Vollendung reifen müssen, ohne sich zu verurteilen, wenn der Entwicklungsprozess einmal stagniert.

Wenn eine Etappe abgeschlossen ist kann man anders damit umgehen und wehrt sich auch nicht mehr gegen vermeintliche Fehler. Denn diese “sogenannten Fehler” helfen Erfahrung zu sammeln, Erfahrung die man für einen nächsten Schritt braucht.

In all meinen Seminaren, bei den Behandlungen in der Praxis oder der Ausbildung zum Geistigen Heiler, bewegt man sich vorsichtig an die Veränderung heran, ohne sich dem Zwang “ich muss, und das sofort” auszusetzen. Man lernt sich zu lassen und Geduld mit sich zu haben, das sind die besten Voraussetzungen für einen Vorwärtsschritt auf der Reise zu sich selbst.

29. November 2016, 17:48 Uhr

Das rosa Tütchen …

als ich eines Tages, wie immer traurig, durch den Park schlenderte und mich auf einer Parkbank niederließ um über alles nachzudenken was in meinem Leben schief läuft, setzte sich ein fröhliches kleines Mädchen zu mir.

Sie spürte meine Stimmung und fragte: “warum bist du so traurig?”
“Ach,” sagte ich, “ich habe keine Freude im Leben. Alle sind gegen mich. Alles läuft schief. Ich habe kein Glück und ich weiß nicht, wie es weitergehen soll”.

“Hmmm,” meinte das Mädchen, “wo hast du denn dein rosa Tütchen? Zeig es mir mal. Ich möchte da mal hineinschauen.”

“Was für ein rosa Tütchen?” fragte ich sie verwundert. “Ich habe nur ein schwarzes Tütchen.” Wortlos reichte ich es ihr.
Vorsichtig öffnet sie mit ihren zarten kleinen Fingern den Verschluss und sah in mein schwarzes Tütchen hinein. Ich bemerkte, wie sie erschrak.
“Es ist ja voller Alpträume, voller Unglück und voll schlimmer Erlebnisse!”

“Was soll ich machen, es ist eben so. Daran kann ich doch nichts ändern.”
“Hier nimm,” meinte das Mädchen und reichte mir ein rosa Tütchen. “Sieh hinein!” Mit etwas zitternden Händen öffnete ich das rosa Tütchen und konnte sehen, dass es voll war mit Erinnerungen an schöne Momente des Lebens. Und das, obwohl das Mädchen noch jung an Menschenjahren war!
“Wo ist dein schwarzes Tütchen?” fragte ich neugierig.
“Das werfe ich jede Woche in den Müll und kümmere mich nicht weiter darum,” sagte sie. “Für mich besteht der Sinn des Lebens darin, mein rosa Tütchen im Laufe des Lebens voll zu bekommen. Da stopfe ich soviel wie möglich hinein. Und immer wenn ich Lust dazu habe oder ich beginne traurig zu werden, dann öffne ich mein rosa Tütchen und schaue hinein.
Dann geht es mir sofort besser.
Wenn ich einmal alt bin und mein Ende naht, dann habe ich immer noch mein rosa Tütchen. Es wird voll sein bis obenhin und ich kann sagen: ja, ich hatte etwas vom Leben. Mein Leben hatte einen Sinn!”
Noch während ich verwundert über ihre Worte nachdachte, gab sie mir einen Kuss auf die Wange und war verschwunden.


Fotos © Dagmar Hiller

Neben mir auf der Bank lag ein rosa Tütchen. Ich öffnete es zaghaft und warf einen Blick hinein.
Es war fast leer, bis auf einen kleinen zärtlichen Kuss, den ich von einem kleinen Mädchen auf einer Parkbank erhalten hatte …
Schön, nicht wahr?
Ich denke es lohnt sich, wenn auch wir nach unserem rosa Tütchen schauen und es füllen …
Verfasser unbekannt

26. November 2016, 17:09 Uhr

irgendwann im Leben kommt man an einen Punkt, wo alle Wegweiser für die Zukunft verschwunden sind. Warst du schon an diesem Punkt oder erlebst du ihn gerade?
Mit dem Gefühl, die persönliche Sonne geht unter und nichts ist mehr, wie es vorher war.
Nichts.
Deine vertraute Welt hat sich einfach aufgelöst, wie Nebel in der Sonne.

Ich habe es so schon mehrmals erlebt, schon mehrmals neu begonnen. Das Leben und seine Richtung ändern sich. Ständig. Das Altvertraute wünscht Erneuerung.

Nach dem ersten Entsetzen versuchte ich mich dann neu zu orientieren denn, so sah und sehe ich es, mein Leben hört nicht heute auf. Es geht weiter. Auch wenn ich im Moment nicht wusste, wie.

Bilder helfen zu verstehen … ich habe mir vorgestellt:
mein Lebensweg ist wie meine Hand – die Handfläche, das bin ich. Die fünf Finger – das sind die verschiedenen Wege, die ich in meinem Leben gehe.

Entweder so:
sie sind verschieden lang, meine Finger. So, wie die Wege ich ich gehe. Eine Phase endet und eine neue Phase beginnt, so wie mein Finger an der Fingerkuppe aufhört und der nächste FingerWeg beginnen wird.

Oder so:
ich bin ein Stück eines Weges gegangen, vielleicht einen halben FingerWeg lang. Nun stelle ich ich fest, das war nicht mein Weg, nicht der richtige. Ich fühle mich nicht wohl dabei. Ich beginne nochmals – und nehme den nächsten Finger.

Wenn ich bei einer Hand bleibe, habe ich fünf Finger – und fünf verschiedene Möglichkeiten. Ein Weg wird der richtige Weg sein, mein Weg.


Text & Fotos © Dagmar Hiller

Mit dieser Denkweise blieb ich in der Ruhe, blieb gelassen. Es war mein Anker, auch wenn es in meinem Leben noch so stürmte. Und noch kein neuer Wegweiser zu erkennen war.
Aber ich hatte Vertrauen. Meine Zukunft kommt, ich werde sie erkennen und meinen Weg gehen …
Heute habe ich meinen richtigen Weg gefunden. Ich gehe ihn und er ist sehr schön.

Habe Mut, Vertrauen und Zuversicht!
Gerade – jetzt in diesem Moment – beginnt vielleicht dein Weg …

23. November 2016, 12:24 Uhr

in meinem kleinen Apfel,
da sieht es lustig aus:
es sind darin fünf Stübchen,
grad’ wie in einem Haus.

In jedem Stübchen wohnen
zwei Kernchen schwarz und fein,
die liegen drin und träumen
vom lieben Sonnenschein.


Fotos © Dagmar Hiller

Sie träumen auch noch weiter
gar einen schönen Traum,
wie sie einst werden hängen
am schönen Weihnachtsbaum.
Verfasser unbekannt

11. November 2016, 23:27 Uhr