heute mag ich mir spontan etwas Schönes schenken. Die Meditation: ‘Stille meines Herzens’. Alles, was ich mir vorgenommen habe für heute, kann warten.
Ich habe das intensive Bedürfnis nach der absoluten, inneren Ruhe. Und ich möchte wieder einmal im liegen meditieren. Im ausgestreckten Zustand kann sich mein Körper heute sehr viel tiefer entspannen, fühle ich.

In meinen Seminar-Räumen bleibt immer eine gleichmässig hohe Schwingung, da ich die Räume ja nur zum Zwecke der Meditation oder während meiner Seminare betrete.
Ich hole mir also eine Matte und lege mich mitten im Sonnen-Zimmer auf den Rücken.
Still ist es hier oben und sehr warm, die hereinscheinende Sonne heizt den Raum auf.

Durch die Fenster sehe ich den blauen Himmel, in meinen Kristallen auf der Fensterbank bricht sich das Sonnenlicht und zeichnet bunte Lichtkringel an Decke und Wände.
Ich schliesse nun meine Augen, habe noch die bunten Farben hinter den Lidern und nehme ganz deutlich wahr, wie ein Lächeln meine Mundwinkel nach oben wandern lässt.
In mir spüre ich eine sanfte, stille Freude und meine Gesichts- und Körpermuskulatur hat sich schon sehr entspannt.


Fotos: © Dagmar Hiller
Ich konzentriere mich nun auf den Mittelpunkt meines Seins – weit in meine Seele. Alle Gedanken schicke ich vor die Tür und leite das Sonnenlicht ganz intensiv in meinen Körper.
Bewusst atme ich tief in den Bauchraum, um mir die Leichtigkeit zu ermöglichen…
ich fühle meinen Atem fliessen, so gleichmässig wie ein großer breiter Fluss. Mit diesem inneren Bild des ruhig strömenden Wassers spüre ich jetzt die Tiefe, die wohltuende Stille in mir. Ganz leicht wird mir, ich habe nun meinen absoluten inneren Ruhepunkt erreicht.
Ich verändere meine Atmung, in mir darf sich jetzt auch Weite entwickeln. Die grenzenlose Weite der Liebe, der absichtslosen Liebe zu mir und dem unendlichen Universum. Ich lasse geschehen…
ich fühle nur noch Geborgenheit, tiefes Vertrauen und unendliches Glück.

Dieses Glücksgefühl lässt sich nicht mit Worten beschreiben, es ist nichts alltägliches. Ich kann es mit meinem kleinen menschlichen Verstand nicht begreifen, erklären oder selbst aktivieren.
Es geschieht einfach, es ist da und… bleibt.

Wie lange? Ich weiß es nicht, es gibt in diesem Zustand kein Zeitgefühl. Ich bin in meinem Ursprung – der großen universellen Energie der Liebe … und ich kehre ganz von selbst zurück wenn meine Seele, mein  Körper und mein Geist aufgetankt haben.
Ich lasse los, ich lasse geschehen…

Versuche diese Art der Meditation doch auch einmal, das ist nicht schwierig. Und wenn keine Sonne zu sehen ist, denk’ sie dir. Nach deiner Rückkehr in die Jetzt-Zeit wirst du dich anders fühlen. Und deine liebevolle, stille Gelassenheit bleibt dir lange erhalten. Selbst dann, wenn du wieder mitten im hektischen Alltag bist.

Nimm dir Zeit für dich, schenk’ sie dir. An keinem besonderen Tag, zu keiner besonderen Stunde. Nimm dir deine Zeit in vielleicht diesem Moment, in dem du diesen kleinen Denkanstoß liest.
Erlaube dir deinen Alltag zu vergessen, erlaube dir einfach nur ‘zu sein‘. Sei nur du selbst, ohne jeden Gedanken…
lass’ dich los, erwarte nichts und alles kann geschehen…

Ich wünsche dir von Herzen den tiefen Moment des Friedens – jetzt!

Von Dagmar Hiller, 21. Februar 2012, 22:50 Uhr

das Rosenblüten duften, ist wohl jedem bekannt. Diese können nur so lange duften, wie sie blühen. Es gibt aber eine Rose, die vom Frühling bis zum Herbst duftet, nämlich die Zaunrose (Rosa rubiginosa), die auch Weinrose genannt wird.
Wie dieser Strauch entstanden ist, erzählt folgende Legende:

Als Josef mit Maria und dem Kind auf der Flucht nach Ägypten war, entbehrten sie vieles.
Oft konnten sie nicht kochen, weil sie kein Holz finden konnten und mussten mit ein paar Früchten vorlieb nehmen. Nachts hatten sie nie ein Bett zum Schlafen und mussten oft auf der bloßen Erde liegen.
Nur wenn es gut ging, konnte Josef eine kleine Laubhütte bauen, die sie in der Nacht schützte. Und an Hausrat mangelte es ohnehin und Maria musste sehen, wie sie sich helfen konnte.

Als sie einmal unterwegs die Windeln und Hemdchen des Jesuskindes gewaschen hatte, war keine Stange, kein Seil zur Hand, um die Wäsche daran zu trocknen.
Aber in dem Dornengestrüpp, das ihnen Zuflucht für die Nacht gab, war auch ein Heckenrosenbusch. An die noch kahlen Zweige hängte Maria die Windeln ihres lieben Kindes, bis sie trocken waren.
Als sie am nächsten Morgen bevor sie weiter zogen, den Strauch noch einmal ansah, war er in der Nacht ergrünt und die Blätter dufteten ganz lieblich.

Fotos: © Dagmar Hiller
Jener Strauch hat sich erhalten und wenn man lang genug sucht, findet man ihn auch heute noch. Die Gärtner nennen ihn Weinrose und seine Blätter erinnern uns das ganze Jahr mit jedem Windhauch an herrliche Äpfel.

Rosenöl wird hauptsächlich aus den Blüten der bulgarischen Ölrose (Rosa damascena) gewonnen. Es ist zwar eines der teuersten ätherischen Öle, aber es gehört zu den kostbarsten Grundstoffen der Kosmetik.
Rosenöl hat eine harmonisierende Wirkung auf die Haut und hilft daher als Schönheitsmittel ebenso bei ganz junger wie auch bei alternder Haut.

Die Rose ist das Symbol der Vollkommenheit und der Harmonie. Als Blume, die der Venus zugeordnet ist, regiert sie das Herz und wirkt von dort harmonisierend auf den ganzen Körper.
Der Rosenduft hat eine tiefe seelische Wirkung, er gleicht alles aus, was aus dem Lot geraten ist. Er spendet Trost und Kummer, löst seelische Schmerzen und öffnet das Herz für Liebe, Freundlichkeit und Mitgefühl.

Von Dagmar Hiller, 19. Februar 2012, 14:24 Uhr

in keiner Entwicklungsphase des Menschen gibt es wirkliche Perfektion – doch es gibt immer den Fortschritt.

Wir Menschen streben sehr gern die Perfektion an, zumindest in den meisten Dingen. Die Eltern, Lehrer, sogar die Werbung führen es uns vor.
Das Ziel ‘perfekt zu sein’ beginnt schon in frühester Kindheit – bei den Müttern mit dem Stolz: mein Kind kann dies oder das schon, ist erst soundso alt… ich habe die Sätze der Mitmütter (als meine Kids klein waren) noch im Ohr. Ein richtiger Wettstreit, auf Kosten des Kindes.
Im Kindergarten dasselbe: das Kind muss perfekt basteln, singen oder was weiß ich können.

Und in der Schulzeit, ich erinnere mich deutlich an die meine… die Kommentare zu meinen Aufsätzen: spannend geschrieben, Satzbau und Thema verfehlt.
Na toll! Ich fand den Aufsatz in Ordnung, hätte ich ihn sonst so geschrieben?!
Irgendwann hab’ ich sie dann gelassen. Meine Bemühungen. Für andere perfekt sein zu wollen.
Ich habe meine Fantasie kurzerhand stillgelegt.

Das war dann auch nicht so toll aber, ich wollte nicht mehr für andere perfekt sein. Nicht mehr die Gedanken anderer denken, nicht mehr nach den Regeln anderer handeln. Meine Eltern waren alles andere als begeistert. Für mich war mein denken gut und richtig so. Somit war ich dann abgestempelt als Querdenker, nicht anpassungsfähig, aufmüpfig… usw. Stand oft im Abseits, weil ich für andere nicht perfekt genug war. Manche Dinge sah ich früher und sehe ich halt auch heute noch ziemlich anders.

Ich schreibe hier nichts Neues und erlebt haben das auch andere, vor und nach mir. Heute bin ich deutlich entspannter und rebelliere nicht mehr, wozu auch.
Jeder darf doch sein wie er möchte und niemand ist wirklich perfekt, wird es nie werden.
Warum nicht? Ganz einfach, wir sind Menschen und keine Maschinen.
Dieses denken gibt mir sehr viel innere Ruhe und Gelassenheit.

Also lasst doch – das Kind, den Jugendlichen – die eigenen Erfahrungen machen. Ohne Zwang, ohne Druck, ohne Einschüchterung. Jeder lernt aus seinen Fehlern…

Manchmal erschrecke ich über die Resultate des übertriebenen Strebens nach Vervollkommnung, die ich in meiner Praxis sehe. Die Menschen zerbrechen fast an ihrer erlernten und auch selbst vorangetriebenen Perfektion.
Sogar das ‘gesund-werden-wollen’ wird mit der gleichen Präzision gehandhabt. Ohne Rücksicht auf die Seele, ob sich was verändert oder nicht, es wird erzwungen. Es muss!

Und dann… nichts geht, immer wieder Rückfälle, immer wieder Enttäuschung.
Dabei ist es so einfach. Wenn wir lernen uns nur das zuzumuten, was wir auch wirklich verkraften können, dann macht man sehr schnell sehr große Fortschritte. Das heißt aber – loslassen lernen.
Sich ‘los-zu-lassen’ üben und nicht an sich zu verzweifeln, wenn das lernen so schwierig ist.

Alles kann man lernen, wenn man es nur wirklich will. Aber das braucht Zeit und Geduld. Beides sollte man sich erlauben.
Auch, dass das ‘nicht perfekt sein’ wollen, ein sehr entspannter Zustand ist. Hilfreich und unterstützend für Körper, Geist und Seele. Und damit, dass mit diesem ‘anders denken’, vieles im Leben ganz von allein vorwärts geht. Dass man auf diese Weise viel positive Energie freisetzt, mit der das persönliche Sein leuchtend sonnig sein kann. Auch dann, wenn der Himmel mal seine wolkengrauen Tage hat…

Von Dagmar Hiller, 17. Februar 2012, 10:00 Uhr

als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich verstanden, dass ich immer und bei jeder Gelegenheit,
zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin
und dass alles, was geschieht, richtig ist –
von da an konnte ich ruhig sein.
Heute weiß ich: das nennt man “Vertrauen.”

Als ich mich selbst zu lieben begann,
konnte ich erkennen, dass emotionaler Schmerz und Leid,
nur Warnungen für mich sind, gegen meine eigene Wahrheit zu leben.
Heute weiß ich: Das nennt man “Authentisch sein”

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, mich nach einem anderen Leben zu sehnen
und konnte sehen, dass alles um mich herum eine Aufforderung zum Wachsen war.
Heute weiß ich: das nennt man “Reife.”

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, mich meiner freien Zeit zu berauben,
und ich habe aufgehört, weiter grandiose Projekte für die Zukunft zu entwerfen.
Heute mache ich nur das, was mir Spaß und Freude macht,
was ich liebe und was mein Herz zum Lachen bringt,
auf meine eigene Art und Weise und in meinem Tempo.
Heute weiß ich, das nennt man: “Ehrlichkeit.”

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich mich von allem befreit, was nicht gesund für mich war,
von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen
und von Allem, was mich immer wieder hinunterzog, weg von mir selbst.
Anfangs nannte ich das “Gesunden Egoismus”,
aber heute weiß ich, das ist “Selbstliebe.”

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, immer Recht haben zu wollen,
so habe ich mich weniger geirrt.
Heute habe ich erkannt: das nennt man “Demut.”

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich mich geweigert, weiter in der Vergangenheit zu leben
und mich um meine Zukunft zu sorgen.
Jetzt lebe ich nur noch in diesem Augenblick, wo ALLES stattfindet.
So lebe ich heute jeden Tag und nenne es “Bewusstheit.”


Fotos: © Dagmar Hiller

Als ich mich selbst zu lieben begann,
da erkannte ich, dass mich mein Denken
armselig und krank machen kann.
Als ich jedoch meine Herzenskräfte anforderte,
bekam der Verstand einen wichtigen Partner.
Diese Verbindung nenne ich heute “Herzensweisheit.”

Wir brauchen uns nicht weiter vor Auseinandersetzungen,
Konflikten und Problemen mit uns selbst und anderen fürchten,
denn sogar Sterne knallen manchmal aufeinander
und es entstehen neue Welten.
Heute weiß ich: “Das ist das Leben!”
Charlie Chaplin an seinem 70. Geburtstag am 16. April 1959

Von Dagmar Hiller, 14. Februar 2012, 10:15 Uhr


Foto (Kleiber): © Dagmar Hiller

ein Finkenmann von grüner Färbung
bemerkt, dass solch Gefiederwerbung
im Baumlaub nicht Akzente setzt,
was seinen Stolz als Hahn verletzt.

So sucht er, kommt nur kurz zum Rasten
nach Hintergründen mit Kontrasten.
Das zieht sich bis zur Winterzeit
und siehe da, jetzt ist’s so weit.

Das Hähnchen sitzt im weißen Rahmen,
bezirzt ein Dutzend Grünfinkdamen,
verlegt gewitzt die Balzzeit gar
von nun an in den Februar.
© Ingo Baumgartner

Von Dagmar Hiller, 12. Februar 2012, 09:49 Uhr