der Fluss und der Löwe …
nach dem grossen Regen hatte der Fluss den Löwen von allen Seiten eingeschlossen. Er war ja nun nicht der geborene Schwimmer, musste aber den Fluss überqueren wenn er nicht sterben wollte.

Da brüllte der Löwe mutig und ging auf das Wasser los. Er wich nicht zurück, bis er fast ertrunken wäre. Der Kampf zog sich weiter hin.

Immer wieder griff der Löwe das Wasser an, und jedes Mal musste er sich wieder zurückziehen und gelangte nicht an das andere Ufer. Schliesslich ließ er sich erschöpft zu Boden fallen.

In der Stille die darauf folgte hörte er, wie der Fluss ihm auf einmal zumurmelte: “greif niemals an was nicht da ist!”
Erstaunt hob der Löwe vorsichtig den Kopf und fragte: “was ist nicht da?” ” Es ist kein Feind da”, antwortete der Fluss. ” ich bin einfach nur ein Fluss, so wie du einfach nur ein Löwe bist.”


Fotos © Dagmar Hiller
Da setzte der Löwe sich ganz ruhig hin und fing an, den Fluss genauer zu betrachten. Nach einer gewissen Zeit stand er auf und trabte an eine Stelle, an der die Wellen des Flusses genau zum gegenüberliegenden Ufer zeigten.
Er stieg vertrauensvoll ins Wasser und siehe da, die Strömung trieb ihn an Land.
Verfasser unbekannt

21. Februar 2017, 16:54 Uhr

hast du schon einmal versucht ‘Nichts’ zu tun, wirklich ‘Nichts’?
Jetzt sagst du bestimmt klar, mache ich doch – ich lese, schaue fern oder höre Musik, etc…
Nein nein, das meinte ich nicht.
Ich meine ‘Nichts’, absolut garnichts zu tun. Indem wir lesen, Musik hören oder sonstwas tun – wir beschäftigen dabei unsere Sinne.
Aber ‘Nichts’ tun ist so ganz anders.
Für mich bedeutet das, mit geöffneten Augen einfach dasitzen und nur schauen – ins absolute ‘Nichts’.

Wenn ich das mache, dann sehe ich wirklich nichts. Ich denke auch an ‘Nichts’. Nur so leert sich, so entspannt sich der Geist wirklich. Der Kopf wird leer, die Muskeln lockern sich, die Anspannung löst sich, man fängt an zu gähnen. Gähnen ist in diesem Fall ein deutliches Zeichen der Entspannung.

Solltest du die Augen schliessen wollen, lieber nicht. Weil … in genau diesem Moment, in dem du die Augen geschlossen hast, schon die ersten Gedanken in deinem Geist anklopfen.
Versuch das mal – nur schauen ohne zu denken, es ist am Anfang garnicht so einfach, das ‘Nichts’ tun, das ‘Nichts’ denken!

Diese Übung nehme ich auch in meinen Gruppen als Einstieg in eine meiner Fühl-Meditationen, das steigert die Energie enorm.
Wenn man für sich allein diese Seelenentspannung am frühen Morgen schon machen kann, eine wunderbare, friedliche Begleitung durch den ganzen Tag.

Erinnere dich …
hast du schon mal bei Nebel ins Morgenlicht geblinzelt? Gerade in dem Moment, in dem die Sonne versucht diesen morgendlichen Dunst aufzulösen? Das ist absolut fantastisch.
Das Licht ist hell, sehr hell. Doch trotzdem siehst du nur Schemenhaft die Konturen der Bäume und Sträucher. Und in dem zaghaften Sonnenlicht glitzert und spiegelt es in den feinen Wassertröpfchen und wenn du genau hinschaust …

siehst du kleine Regenbogen. Am besten du versuchst es einmal zu sehen, bei einem frühmorgendlichen Spaziergang. Er muss ja nicht lang sein, gönn dir ein halbes Stündchen, dann siehst du direkt das, was ich meine …

Vielleicht ist gerade die passende Jahreszeit, es gibt Morgennebel fast jeden Tag. Und wenn du früh genug bist, dann lauf mal barfuss über eine Wiese, herrlich! Und so ein früher Spaziergang tut richtig gut, bevor man sich wieder in den Arbeitsalltag stürzt.
Doch wenn es noch kalt draussen ist oder man die Möglichkeit nicht hat nun, dann machen wir das einfach mal mental, als Geschenk für deine Seele.

Ein Lichtspaziergang in der Fantasie … die Vorbereitung dazu ist das absolute ‘Nichts’ tun – so lange, bis deine Gedanken wieder bei dir anklopfen. Schliesse dann bitte deine Augen. Die Gedanken schickst du weit weg und stellst dir bewusst, mit allen deinen Sinnen vor:


Text & Fotos © Dagmar Hiller
du stehst mit nackten Füssen auf einer Wiese. Die Sonne steht schon etwas höher, hat gerade den Nebel aufgelöst. Fühlst du das taufeuchte, noch kühle Gras unter deinen Fußsohlen? Hast du den Duft des frühen Morgens schon in deiner Nase? Noch nicht? Doch doch, er ist gleich da, gleich riechst du ihn auch – den frühen klaren Morgen.
Fühlst du das leichte Streicheln des Windes in deinem Gesicht? Ganz zart, lauwarm, sanft berührt von Elfenhänden …

Und nun sieh die Bilder vor dir die, ich oben beschrieben habe … das Licht ist hell …
stell sie dir vor, fühle sie und geniesse sie. Lass dir Zeit, viel Zeit …
Und schau – siehst du es auch?
Im Moment verdampft die Feuchtigkeit, die Sonne löst die letzten Nebelschwaden auf, ganz langsam verschwinden sie. Der Himmel leuchtet und die Sonne strahlt!

Dein innerer Blick sieht die Schönheit des Morgens klar und deutlich, du spürst den inneren Frieden und … du bist hellwach! Du fühlst dich voller Karft und Energie und dein wunderbarer Tag kann beginnen!

12. Februar 2017, 16:38 Uhr

ist bitterböse und überfällt einen wie ein gefährliches Tier. In einer Phase, in der man sowieso schon kraftlos ist und nichts mehr geht, das Leben einem ständig Steine in den Weg legt und man aus dem stolpern garnicht mehr heraus kommt, dann richtet es sich auf und greift an, das Gefühl. Egal was man anpackt, es geht schief. Egal mit wem man spricht, man wird falsch verstanden. Missverständnisse, Unwahrheiten oder üble Nachrede gegen die man sich nicht wehren kann, es ist ein undurchsichtiges Chaos! Dann kommt dieses elend hilflose Gefühl auf: alles und jeder ist gegen mich, niemand mag mich und ich mich auch nicht!
Man fühlt sich einsam, deprimiert, abgelehnt, oder alles zusammen.

Dann zieht sich der Mensch zurück, sitzt zusammengekauert in einem tiefen engen Loch, wie in einem dunklen Schacht mit Deckel.
Und diesen Deckel hat er geschlossen. Er kann nicht heraus, keiner kann hinein. Nichts und niemand erreicht ihn. Er ist allein mit seinem Schmerz, seiner Einsamkeit, seiner Bitterkeit und tiefen Traurigkeit. Und je mehr er sich zurückzieht, umso stärker wird das ‘niemandmagmich’Gefühl.

So beginnt ein schrecklicher Kreislauf. Es tauchen üble Erinnerungen auf. Situationen, denen sich der Mensch so elend hilflos ausgeliefert fühlte. Alles ist wieder da, als wäre es gerade erst geschehen. Auch wenn das schon Jahre zurückliegt, es fühlt sich an wie gestern. Und der Mensch zieht sich noch tiefer zurück, es gibt kein Licht am Ende des Tunnels, er ist für sich und auch für Helfende nicht mehr zu erreichen.
Wer das schon erlebt hat, wird sich erinnern …


Text & Fotos © Dagmar Hiller
Der einzige Mensch der einen da wieder herausholen kann, ist man selbst. So unwahrscheinlich sich das anhört, es ist so, wenn man sein Denken verändert. Auch Heilbehandlungen stärken und führen zum Selbstwert zurück.

Popeye der Seemann, hatte seinen Spinat, Asterix seinen Zaubertrank und wir Menschen … haben unseren Willen, unser Vorstellungsvermögen.
Die beiden Comicfiguren brauchten ihr Hilfsmittel immer dann, wenn sie unglaublich viel Kraft einsetzen wollten. Wir brauchen unseren Willen als Zauberformel, um in schwierigen Phasen kraftvoll zu bleiben, um sich zu vetrauen, wieder an sich zu glauben.
Wenn da aber nichts ist an dem man sich festhalten kann, die Energie fehlt sich die gute Zukunft zu visualisieren, wenn das Vertrauen in sich nicht mehr zu finden, wenn der Wille zerbrochen ist, gibt es vielleicht doch noch eine andere Idee: das GlücksTagebuch.

In dieses Büchlein schreibt man gute Erinnerungen, erfolgreiche, schöne
Erlebnisse, Liebe die man bekommt und auch gibt, kleine Momente des Glücks … all die schönen, positiven Dinge die das Dasein liebens- und lebenswert machen.
Geht es dann mal wieder schlecht, ist das Lesen in dem kleinen Buch ein Haltegriff, ein Aufsteller, eine Bestätigung, dass da ja doch jemand ist, der einen mag und der sich freut wenn man voneinander hört …

Glückliches und Schönes erlebt jeder und das sollte man im Büchlein für die Ewigkeit festhalten. Und auch wenn man im Moment glaubt alles ist verloren, dann schlägt man irgendeine Seite auf und liest. Fühlt sich damit wirklich besser, öffnet den Deckel der Verzweiflung, steigt aus seinem Loch, atmet tief durch, und sagt:
‘Hallo Leben, hier bin ich wieder!’

28. Januar 2017, 18:49 Uhr

gut geschlafen öffne ich die Augen, mein Blick geht zum Fenster. Strahlend begrüsst mich dieser Tag. Langsam stehe ich auf, schaue hinaus, die Sonne scheint … es hat viel geschneit heute Nacht.
Heute nehme ich mir Zeit für mich, heute ist mein Tag!
Wie herrlich ist es Zeit zu haben, also schnell raus aus den Federn. Nach einem kurzen Frühstück – warme Kleider an, die Schneeschuhe und Stöcke unter den Arm geklemmt und los gehts in die blendend weiße Natur.
Um auf die Ebene zu kommen, muss ich zuerst einmal tüchtig den Berg hinauf. Langsam, fast bedächtig, sind meine Schritte. Mit Schneeschuhen geht es nicht anders, man muss die Beine heben, storchig gehen.


Text & Fotos Dagmar Hiller

Vor mir finde ich Spuren im Schnee, hier war ein Hase unterwegs. Weiter oben die Hufabdrücke eines Rehs und auch Wildschweinspuren, sie waren alle schon lange vor mir hier, sicher auf Futtersuche. Das nächste mal nehme ich Äpfel mit, die Tiere freuen sich sicher darüber.
Mit diesen Gedanken bin ich auf der Höhe angekommen. Es ist sehr klar heute und ich kann sehr weit sehen. Tief atme ich ein und aus. Es ist eine so gute Luft und es riecht auch nach weiterem Schnee. Ganz weit am Horizont  sind kleine weiße Wolkenbänder zu sehen.

Um mich herum sind die weiten, schneebedeckten Wiesen und Felder, unterteilt durch vereinzelte Busch- und Baumgruppen, weiter entfernt ein Waldgebiet. Schritt für Schritt bewege ich mich querfeldein, meine Gedanken wandern mit.

Meditatives laufen … im langsamen Rhythmus meiner Schritte bewegt sich auch meine Seele. Meine Atemzüge sind ruhig und tief. Ich bin in einem Zustand, der mich intensiv mit der Göttlichen Kraft verbindet, in dem ich Botschaften empfangen kann.
Du bist jetzt in dir
höre ich, ganz tief bei dir, von uns geliebter Mensch.
Die Fenster deiner Seele sind weit geöffnet. Unser tägliches Geschenk an dich. Jeder Mensch bekommt dieses Geschenk, jeder. Jeder der bereit ist, den Weg zu sich zu gehen. Zuzulassen … in seine Seele zu schauen, sich wirklich zu sehen und zu lieben.
Trage diese Botschaft weiter.
Schenke sie den Menschen denen du begegnest, wo immer du auch auf sie triffst. Sag’ ihnen, wie wichtig es für sie ist, sich bedingungslos zu vertrauen und an sich zu glauben. Bei sich zu bleiben und nicht ausser sich zu sein. Sie können lernen sich zu lieben und sich zu verstehen, wenn sie es wollen und so die Zuversicht, den Glauben an sich wiederfinden. Sie können es lernen! Dann erkennen sie wieder klar ihren guten, richtigen Lebens-Weg. Sag ihnen dieses, gib unsere Botschaft, unsere tiefe Liebe an alle Menschen weiter.


Mein Herz ist weit, mein Blick ist ohne bewusstes Sehen ins weite Blau gerichtet … und ich bin unbeschreiblich glücklich. So fühle ich mich immer, wenn die Geistige Welt mir ihre Impulse schickt. Ich bin innerlich dann so frei, so intensiv mit dem Universum verbunden, unendlich weit im Innen und tief geborgen.
Es ist ein fantastisches Gefühl.
Versucht es doch auch einmal liebe Leser, ihr, die ihr diesen Text hier lest. Geht hinaus in die Natur, mit langsamen Schritten, verbindet euch mit dem All-Eins-Gefühl des inneren Friedens, nehmt euch Zeit für euch und spürt euch, schaltet das Denken aus …
mit jedem Schritt, den ihr achtsam und ganz bewusst geht, ob auf Schnee, Gras, Asphalt oder Sand, werdet ihr dabei in euch Glücksgefühle entdecken.

Der Schnee glitzert und funkelt, wie tausende kleiner Edelsteine. Ganz bewusst spüre ich die Sonne im Gesicht, auf dem ganzen Körper. Sie streichelt meine Sinne und hebt mein Wohlbefinden, ich fühle mich sehr dankbar. Das ist Sein–wirkliches Sein. Lange Zeit bin ich nun schon unterwegs, es wird Zeit für die Rückkehr.
Mit jedem Schritt stäubt der Schnee auf, mit jedem Schritt wird das Gefühl stärker, eins zu sein mit der grossen Kraft des Universums.
Ich liebe das Leben, ich liebe das grosse Geschenk das mir, wie jedem Menschen, gemacht wurde.
Zu Beginn meines ersten Atemzugs in diesem Leben, meinem Sein.

22. Januar 2017, 17:15 Uhr

aber es gibt viel.
Es macht den reich, der es bekommt, ohne den der es gibt,
ärmer zu machen.
Es dauert nur einen Augenblick, aber die Erinnerung bleibt -
manchmal für immer.

Niemand ist so reich, dass er ohne es auskommen kann
und niemand so arm, dass er nicht durch ein Lächeln reicher
gemacht werden könnte.
Ein Lächeln bringt Glück ins Haus, fördert den guten Willen
im Geschäft und ist ein Zeichen für Freundschaft.


Fotos: © Dagmar Hiller

Es gibt dem Erschöpften Ruh, dem Mutlosen Hoffnung,
dem Traurigen Sonnenschein und
es ist der Natur bestes Mittel gegen Ärger.
Man kann es nicht kaufen, nicht erbetteln, leihen oder stehlen,
denn es ist so lange wertlos, bis es wirklich gegeben wird.

Manche Leute sind zu müde, dir ein Lächeln zu
geben. Schenke ihnen deines, denn niemand braucht ein Lächeln
nötiger als jener, der keines mehr zu geben hat.
Unbekannter Autor 17. Jahrhundert

16. Januar 2017, 10:20 Uhr